Azubi Nummer 55 und 56

Janine Deckert (Seebach) und Martin Kuschke (Wandersleben) sind die Auszubildenden Nr. 55 und 56 der Raiffeisenbank Gotha seit deren Wiederbegründung 1991. Sie bekamen am ersten Tag in der Genossenschaftsbank beim offiziellen Empfang mit Vorstand Sven Matuschek eine Zuckertüte - wie es seit Jahren so ist.

Janine Deckert genießt einen kleinen Vorteil: Sie hat schon "Stallgeruch". Ein einjähriges Praktikum liegt hinter ihr. Damit folgte sie Sophie Seebach, die als erste 2015 so ihr Ticket auf einen der begehrten Ausbildungsplätze löste und nun im zweiten Lehrjahr ist.

Die gebürtige Bautznerin Janine (Jahrgang 1998) probierte sich vor ihrem Realschulabschluss nach Herzenslust aus: Die Bundespolizeiinspektion Erfurt, die Landespolizeiinspektion Eisenach
und die Bundeswehr in Gothas "Friedenstein-Kaserne" erkundete sie.
Dazu kam noch ein Praktikum im Seebacher Kindergarten.

Blutdruck hatte sie trotz des Praktikums, als auf ihre Bewerbung bei der Raiffeisenbank das Antwortschreiben im Briefkasten lag. Das blieb auch noch eine ganze Weile ungeöffnet, bis sie sich ein Herz fasste.

Martin (Jahrgang 1997) wollte als Kind Kommissar werden. Dann entschied er sich aber anders: Der Abiturient probierte sich bei Praktika in einer Kindertagesstätte und bei der Kreissparkasse aus.
Der Umgang mit Kunden kam dabei seinem Naturell näher als der mit kleinen Kindern. Seine Bewerbung ging deshalb an die RaiBa.
Schließlich kannte er die schon aus Kinderzeit: Seine Eltern sind treue und zufriedene Kunden. Das spürt eben selbst ein Fünfjähriger.

Beide starten in die Ausbildung mit einer "Kennenlern-Woche". Die organsieren die "alten (Azubi-)Hasen" für die Frischlinge seit einigen Jahren - assistiert dabei durch die Ausbildungsleiterin Ute Wettstein.
Neben fachlicher Unterweisung kommt dabei selbstverständlich das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Beim Bowling in Apfelstädt gestern Abend wurde zudem was für die Fitness getan. Denn Ausdauer ist eine Eigenschaft, die man auch als Azubi bei der RaiBa braucht.