Generalversammlung 2018

„Was einer alleine nicht schafft, schaffen viele“
Raiffeisenbank Gotha legt überzeugende Bilanz für 2017 vor

Die Raiffeisenbank Gotha ist weiter auf Erfolgskurs. Trotz anhaltender Finanzkrise in der EU, immer stärker werdender Regulierung, anhaltend niedrigem Zinsniveau und starkem Wettbewerbsdruck wurde das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich gemeistert.
Die Zahlen sprechen für sich: Erstmals übersteigt die Bilanzsumme die 200-Mio.-Grenze (211 Mio. Euro, 2016: 197 Mio. Euro). Das Plus von 14 Mio. Euro verdankt man treuen Kunden. Deren Einlagen wuchsen auf 177 Mio. Euro. RaiBa-Kunden setzten v. a. auf
Sichteinlagen – also Guthaben auf täglich fälligen Konten.
Auch das Verbundgeschäft wuchs beträchtlich. Parallel dazu senkte die Bank Ausgaben, so dass das Betriebsergebnis wieder deutlich über dem Verbandsdurchschnitt der Genossenschaftsbanken ausfiel.
Deshalb dürfen sich die RaiBa-Anteilseigner auch neuerlich über 3,5 % Dividende freuen.

Mühlberg ist ein gutes Pflaster für die Raiffeisenbank Gotha: Hier ist man seit mehr als 25 Jahren der Branchen-Primus. Auch deshalb tagt man öfter hier. Stets gab und gibt es Gutes von den Mühlberger Jahresbilanzen zu berichten.

Dies auch 2018, obwohl sich im neunten Jahr nach der weltweiten Finanzkrise alles andere als Entspannung abzeichnet. Niedrige bzw. derzeit sogar negative Zinsen belasten nicht nur private Sparer. Gerade kleine, regionale Banken wie die RaiBa haben damit zu kämpfen, waren doch deren Geldanlegen einst Quelle des Ertrags.

Den muss man sich nun woanders holen – zum Beispiel bei der Sonne. Die meinte es jedenfalls gut mit der Raiba: Deshalb warfen deren Photovoltaikanlagen mehr Ertrag als geplant ab (481.000 Euro).

Die gute 2017er Bilanz kommt dabei auch der Kundensicherheit zugute: Das Eigenkapital wurde auf 26,8 Mio Euro aufgestockt, liegt so deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert.

Rund 81.000 Euro fließen den Anteilseignern direkt zu – wie seit Jahren gibt es 3,5 % Dividende.

Wie vor 12 Monaten standen personelle Veränderungen beim sechsköpfigen Aufsichtsrat an. Die Amtszeit von Beate Willmes war abgelaufen. Sie stellte sich der Wiederwahl, wurde im Amt bestätigt.

Traditionell geht es auch um Satzungsänderungen. Gewohnt professionell und abgeklärt handelte sie Aufsichtsrat Rechtsanwalt Prof. Martin Kupfrian ab.

Zu Beginn hatte Jürgen Hackethal Albert Einstein zitiert: „Das Leben ist wie ein Fahrrad, Man muss sich vorwärtsbewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.“ Das Team der Raiffeisenbank ist sichtlich gut im Training, kennt keinen Stillstand und bewegt dadurch noch mehr. Nur so erklärt sich die anhaltende Stabilität der Genossenschaftsbank, die dieses Jahr ihr 130-jähriges Gründungsjubiläum begeht.

Heute sind rund 22,6 Mio. Menschen in Deutschland Mitglieder von Genossenschaften. Die Idee „Was einer alleine nicht schafft, das Schaffen viele“ ist also aktueller denn je.

Die dabei geltenden Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung erfuhren übrigens im November 2016 eine ganz besondere Auszeichnung: Die UNESCO nahm die genossenschaftliche Idee in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ auf.

Text und Foto Rainer Aschenbrenner