Agrartag 2018

Foto Tina Jordan

13. Agrartag der Volks- und Raiffeisenbanken – aktuelle Themenschwerpunkte trafen auf großes Interesse

Eisenach.
Am 8. März 2018 fand der 13. Agrartag der Volks- und Raiffeisenbanken mit fast 100 Teilnehmern in Eisenach statt.


Veranstalter des Agrartages sind die VR Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG, die Raiffeisenbank Gotha eG und die VR-Bank Eisenach-Ronshausen eG, die diesen wechselweise ausrichten. Mittlerweile ist der Agrartag zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender der Banken geworden.


Auch in diesem Jahr hatten die drei Banken wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Mit den Themenschwerpunkten „Markt, Medien und Macht: (EU-) Agrarpolitik in der Praxis“ sowie „Die zukünftige Entwicklung des Pflanzenschutzes in der Landwirtschaft“ haben sie den Puls der Zeit getroffen, wie die große Zahl der Teilnehmer zeigte. Eröffnet wurde der Agrartag von Frau Jutta Schneider, Vorstandsmitglied der gastgebenden Bank.


Leider musste die Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaates Thüringen, Frau Birgit Keller ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen. Sie wurde vertreten durch den Referatsleiter Dr. Ingo Zopf. Er sprach u.a. über die Überprüfung der Kappung der Zahlungen für die Landwirtschaft auf europäischer Ebene. Als wichtiges Datum nannte er den 2. Mai 2018. An diesem Tag wird die Höhe des EU- und des Agrarhaushaltes bekanntgegeben. Ebenfalls diskutiert wurde über den Umgang mit den Wölfen, die insbesondere für die Schäfer in Thüringen ein Problem darstellen.


Der Kommunikationsberater und Journalist Dietrich Holler (vox viridis, Grüne Stimme) stellte in seinem Fachvortrag „Markt, Medien und Macht: (EU-) Agrarpolitik in der Praxis“ die folgenden 3 Thesen auf:
1. Es wird weniger Geld für die Landwirte geben.
2. „Subsidiarität“ als Zauberwort. Welche Art von Landwirtschaft wollen wir?
3. Kappung und Degression wird kommen.
Herr Holler betonte darüber hinaus die Wichtigkeit der Kommunikation. Landwirte müssen sich besser in der Bevölkerung präsentieren und die einheimische Landwirtschaft gut positionieren. Weiterhin machte er deutlich, dass die Digitalisierung nur dann Fortschritt ist, wenn sie den Landwirten eine Kostenersparnis bringt und nicht dazu dient eine gesamte Branche zu kontrollieren und zu regulieren.


Als Abschlussredner informierte Dr. Ingo Zopf die Teilnehmer über die Entwicklung des Pflanzenschutzes in der Landwirtschaft. Die Menge des eingesetzten Pflanzenschutzes ist über die Jahre gleichgeblieben. Standards setzt der Lebensmittelhandel. Wenn der Handel glyphosatfreie Lebensmittel will, muss die Landwirtschaft liefern.

Fazit der Teilnehmer: Es war eine kurzweilige und interessante Veranstaltung.


Den 14. Agrartag richtet die Raiffeisenbank Gotha eG im Frühjahr 2019 aus, wozu deren Vorstandsvorsitzender Jürgen Hackethal abschließend einlud.