Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2016

Die Segel richtig gesetzt


Auch im Jahr 2016 gewachsen. Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Den Mitgliedern eine Dividende von 3,5 % ausgeschüttet. Ralf Grünewald erneut in den Aufsichtsrat sowie als sechstes und neues Mitglied dieses Gremiums den Gothaer Steuerberater Marco Reimer gewählt. Das ist im Telegrammstil die Bilanz der 27. Generalversammlung der Raiffeisenbank Gotha eG für das Geschäftsjahr 2016.

Mühlberg, so scheint’s, ist ein gutes Pflaster für die Raiffeisenbank Gotha: Hier ist man der Branchen-Primus. Auch deshalb tagte man schon öfter. Und hier gab und gibt es stets Gutes zu berichten.

Wie der Vorstandsvorsitzender Jürgen Hackethal berichtete, wuchs die Bilanzsumme um 10 Mio. auf rund 197 Mio. Euro. Oder anders dargestellt: Sie ist um ein Drittel höher als 2010. Auch das Kreditvolumen stieg: Der Bestand am Jahresende 2016 wuchs auf 113 Mio. Euro. Davon war gut die Hälfte an Unternehmen ausgereicht, 42 % entfielen auf Privatkunden und unter anderem 9 % auf die Landwirtschaft. 2016 wurden Neukredite in Höhe von rund 17 Mio. Euro vergeben – bei doppelt so großer Nachfrage.

Hier bleibe man aber seiner Grundüberzeugung treu: „Sicherheit für den Kunden und für uns geht vor Rendite“, so Vorstandsvorsitzender Jürgen Hackethal. Dass man mit Sorgfalt und Bedacht handele, hätten auch die Verbandsprüfer gewürdigt, die den Jahresabschluss erstellten. Sie attestierten der RaiBa, „keine besonderen strukturellen Risiken im Kreditgeschäft“ zu haben.

Vorstand Sven Matuschek nannte als weiteren maßgeblichen Grund das ungebrochene Vertrauen der Kunden. Sie erhöhten z. B. ihre Einlagen auf nun 163 Mio. Euro. Auch hier schlägt ein Plus von 10 Mio. zu Buche – der höchste Zuwachs in der Geschichte der Raiffeisenbank Gotha eG. Insbesondere aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik hält der Trend zu den „Sichteinlagen“ – also den Guthaben auf täglich fälligen Konten –an.

"Gradmesser der Stabilität einer Bank ist immer deren Eigenkapital", so der Vorstandsvorsitzender Jürgen Hackethal. Betrug das 2008 noch rd. 12 Mio. Euro, sind es heute überdurchschnittliche 24,6 Mio. Euro.

Mit 1,39 % der durchschnittlichen Bilanzsumme erzielte die Raiffeisenbank Gotha eG in 2016 wieder ein Ergebnis, das deutlich über dem vergleichbarer Genossenschaftsbanken liegt. Der Verbandsdurchschnitt liegt bei 0,91 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.

Vom guten Geschäftsergebnis profitierten zudem die Anteilseigener, denen eine Dividende von 3,5 % ausgeschüttet wurde –  rund 90.000 €.

Aber nicht nur Gutes wurde berichtet. Es wurde auch Gutes getan: „Sparen – helfen – gewinnen!“ lautete das Motto eines Projektes der Azubis. Mithilfe des „VR-Gewinnsparens“ brachten sie eine erhebliche Summe an Spenden auf. Die Raiffeisenbank Gotha eG legte noch was drauf. So nahm Markus Köhler für das Kinderhospiz Mittelthüringen 1.555,55 Euro entgegen.

Wie im Vorjahr gab es personelle Veränderungen beim Aufsichtsrat. Die Amtszeit von Ralf Grünewald war abgelaufen. Er stellte sich der Wiederwahl und wurde einstimmig bestätigt. Als sechstes und neues Mitglied des Gremiums wählten die stimmberechtigen Teilnehmer der Generalversammlung den Gothaer Steuerberater Marco Reimer (44).

Eingangs hatte Jürgen Hackethal den großen Griechen Aristoteles zitiert: „Man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel richtig setzen.“ Um im Bild zu bleiben: Die Raiffeisenbank hatte es auch 2016 mit rauer See zu tun. Sie hielt den Kurs, weil die Mannschaft geschickt mit Tuch und Takelage umzugehen wusste. So erreichte man den sicheren Hafen und konnte gute Geschäfte machen.