Sieben gute Gründe für eine stolze Bilanz

Seit zehn Jahren nutzt die Raiffeisenbank Gotha den Valentinstag, um das abgelaufene Geschäftsjahr zu bilanzieren. Die Vorstände Jürgen Hackethal und Sven Matuschek sowie Marina Stiller, die Abteilungsleiterin Rechnungswesen, die im Hause für die Aufstellung des Jahresabschlusses zuständig ist, nannten für 2014 sieben Gründe, warum sie stolz auf das Erreichte sind:

Zufrieden mit der 2014er Bilanz: Marina Stiller (Abteilungsleiterin Rechnungswesen, zuständig für den Jahresabschluss) und die beiden Vorstände Jürgen Hackethal und Sven Matuschek (v. l.)

[Es gilt das gesprochene Wort]

Finanzkrise. Staatsschuldenkrise. Eurokrise. Seit 2008 begleiten uns nun diese Schlagworte. Umso beruhigender für uns - und vor allem für unsere Kunden! – ist daher die Botschaft: Wir können auch für das sechste Jahr in Folge seither feststellen, dass wir solide und erfolgreich gewirtschaftet haben. Die Raiffeisenbank Gotha eG entwickelt sich gegen den Branchentrend.
 
Deshalb, weil wir erstens seit Jahren eine stabile, engagierte Mannschaft haben. Unser Team ist unser wichtigstes Kapital: Wertschätzung und Vertrauen, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und Zusammengehörigkeit sind für das tägliche Miteinander in unserem Haus wichtige Werte. Damit die 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem fachlich immer auf der Höhe der Zeit sind, investierten wir – wie in den Jahren zuvor - rund 61.000 Euro für deren Weiterbildung und Qualifizierung.

Wir nahmen 2014 mit Felicitas Hartung, Julius Pinkwart und Eric Büchner auch wieder neue Auszubildende in unsere Reihen auf. Was uns begeisterte: Sie verschrieben sich vom ersten Tag an gleich mit Leib und Seele dem genossenschaftlichen Gedanken.

Zweitens honorieren die Menschen hier, dass wir alle mit ganzem Herzblut bei der Sache sind: Gerade 2014 flossen im Allgemeinen viele Gelder in private und gewerbliche Investitionen. Doch unsere rund 13.000 Kunden legten nicht nur ihre Finanz-Angelegenheiten in die Hände der Genossenschaftler, sondern trotz des niedrigen Zinsniveaus auch ihre Ersparnisse als Geldanlage direkt bei der Bank oder in Wertpapiere an. Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist die hohe Beratungsqualität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  

Die anhaltende Debatte über die Stabilität des Euro belebte zudem deutlich das Immobiliengeschäft: Unsere Kunden setzten deshalb wieder verstärkt auf das Verbundgeschäft mit unseren Partnern – der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Union Investment und der R+V Versicherung. 16,3 Mio. Euro investierten sie – v. a. in Bauspar- und Altersvorsorge-Produkte. Das ist ein stolzer Zuwachs von rund 13 % (2013: 13,9 Mio.).

Positiv sahen unsere Kunden im Vorjahr auch das Geschäft mit Wertpapieren. Hatten sie 2013 dafür 15,0 Mio. Euro aufgewendet, waren dies 2014 15,6 Mio. – ein Zuwachs von 3,4 %.

Deshalb stiegen auch unsere bilanziellen Geldeinlagen um 6,8 % auf jetzt 146,5 Mio. Euro (2013: 137,1 Mio.). Herzlichen Dank für dieses Vertrauen! Wir sind stolz auf diese Zahlen!

Diese Zahlen sind auch einer der Gründe, warum wir drittens bei der Bilanzsumme binnen Jahresfrist zulegen konnten. Mit jetzt rd. 180 Mio. (2013: rd. 169,1 Mio.) haben wir ein Wachstum von ca. 6,7 % erreicht. Das ist umso beachtlicher, da die anhaltende Niedrigzinspolitik natürlich auch uns trifft. Seit 2007, dem Jahr vor Beginn der Finanzkrise, haben wir immerhin fast 60 Mio. Euro (+ 50 % in sieben Jahren) zugelegt.

Viertens haben wir einen Zuwachs von 4 % bei den Mitgliedern unserer Genossenschaftsbank (jetzt 3.919) erreicht. Wir dürfen selbstbewusst sagen: Wir sind Originale! Wir haben eben schon seit 1888 unsere Wurzeln in der Region.

Das führt uns zum fünften Grund, Stolz zu verspüren: Das Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank Gotha eG ist überwiegend ländlich und von Handwerks- und landwirtschaftlichen Betrieben geprägt. Das sind auch unsere wichtigsten Geschäftskunden. Und wir können uns auf sie verlassen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung regte deren Kreditnachfrage an. Deshalb reichten wir im Geschäftsjahr 2014 Kredite in Höhe von 17,7 Mio. Euro aus und trugen somit zur Stärkung der Konjunktur im Landkreis Gotha bei. Aktuell haben wir mit 106,5 Mio. Euro einen Kundenkreditbestand, der 3,7 Mio. Euro höher ist als im Vorjahr.

Bei uns wird dabei immer mit höchster Solidität gearbeitet: Nach Abzug von Risikovorsorge und Steuern verblieb ein Gewinn von rund 1,8 Mio. Euro. Damit wird das Eigenkapital der Bank auf rund 23,0 Millionen Euro aufgestockt. Die Eigenkapitalstruktur und Eigenkapitalausstattung liegen damit weiter über dem Durchschnitt vergleichbarer Kreditgenossenschaften.

Und weil wir eine solch vorzügliche Ausstattung mit Eigenkapital haben, ist die Raiffeisenbank Gotha eG auch in der Lage, alle vertretbaren Kreditwünsche unserer Mitglieder und Kunden zu erfüllen.

Sechstens haben wir aber nicht nur das wirtschaftliche Engagement Dritter unterstützt. Die Raiffeisenbank besann sich schon 2010 eindrucksvoll ihrer Wurzeln: Es waren vor allem Bauern, die sich zur gegenseitigen Hilfe zusammentaten und Raiffeisens Visionen wahr werden ließen.

Nachhaltigkeit ist daher etwas, was wir seit über einem Jahrhundert leben. Wie nützlich ein solches Wirtschaften ist, das muss uns keiner erklären. Deshalb haben wir auch die Sonne unter Vertrag genommen. Seit 2010 investierten wir mehr als 4,5 Mio. Euro in 14 Fotovoltaik-Anlagen. Sie liefern rund 1,8 MW. Damit lässt sich der Jahresbedarf von etwa 450 Haushalten decken. Mit den ca. 260.000 Quadratmetern Paneelen – das entspricht etwa der Größe von 36 Fußballfeldern - haben wir uns und unserer Umwelt seither rund 40.000 Tonnen CO2 erspart.

Sonnen-Strom sehen wir als unseren Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz. Sonnen-Strom ist aber auch ein attraktives Investment – sowohl für die Bank als auch für ihre 3.919 Eigentümer.

Das erreichten wir, weil wir zunächst vorrangig unseren Kunden aufs Dach gestiegen sind: Im wörtlichen Sinne – für unsere Sonnen-Kraftwerke mieteten wir uns bei ihnen ein, bauten sie auf deren Dächern. So profitieren auch sie aus den Einnahmen der lang laufenden Verträge. Der Vorstand der Raiffeisenbank Gotha wird deshalb der Generalversammlung vorschlagen, den Mitgliedern 3 % Dividende zuzüglich eines Jubiläumsbonus für 25 Jahre Raiffeisenbank Gotha eG von 1 % auszuschütten.

Das bedeutet:
•    Ein Engagement – viele haben den Nutzen.
•    Das ist Nachhaltigkeit, wie wir sie verstehen.

Ich finde, besser lässt sich unsere Geschäftsphilosophie nicht beschreiben.

Und sie ist zudem erfolgreich: Auch 2014 basierte unser Wachstum zum einen aus unserer stärksten Branche, aus Geschäften in der Landwirtschaft, zum anderen aus den Investments und deren Erträgen in Projekte mit erneuerbaren Energien.

Und zu guter Letzt, der siebte Grund, warum wir auf das Geschäftsjahr 2014 stolz sind: Wir unterstützten finanziell, materiell und ideell im Vorjahr 12 Feuerwehrvereine, 17 Schulen und KiTas. Das ist unser Beitrag ehrenamtliches Tun in der Region, deren wertvolle Arbeit fürs Gemeinwesen zu honorieren.

Die RaiBa brachte somit rund 42.000 Euro an Spenden auf, wovon 24.600 Euro aus Mitteln des Gewinnsparens stammen, an dem sich Kunden der Bank sinnstiftend beteiligen.

Wir wollen damit auch ein Zeichen setzen, dass wir uns unserer Verantwortung für die Region und die Menschen hier bewusst sind: Die Stärkeren gewähren den Schwächeren Unterstützung.

Auch so könnte man den Raiffeisen-Gedanken umschreiben. Friedrich Wilhelm Raiffeisen erlebte schließlich äußerst schlechte wirtschaftliche und soziale Zustände in seiner Zeit. Nach Missernten und Hungersnöten gründete er 1862 den „Verein zur Selbstbeschaffung von Brod und Früchten“. Im Laufe der Zeit wuchs daraus jene Organisation, für die auch wir heute stehen.

  • Deshalb ist ein Motto der RaiBa auch: Wir sind „Hier zu Hause.“
  • Deshalb haben wir sieben Filialen – sind unseren Kunden nah.
  • Deshalb tourt unser Bank-Bus durch weitere zehn Orte.

Deshalb erwarben wir im Jahr 2010 die Immobilie unserer Gothaer Filiale und investierten in den letzten  Jahren ca. 350.000 Euro in die Modernisierung.

Darüber hinaus zahlt die Raiffeisenbank Gotha eG seit Jahren erhebliche Steuern in Stadt und Landkreis. Die günstige Risikosituation 2014 stärkte die Ertragslage und führte zu einer deutlich über dem Durchschnitt liegenden Ertragssteuer-Quote. Den kommunalen Kassen flossen jährlich im Durchschnitt rund 660.000 Euro zu.

Etwa 250.000 Mal wurden unsere elf Geldautomaten genutzt. Sie waren nicht nur unseren Kunden zu Diensten und spuckten dabei rund 40 Mio. Euro aus. Das macht im Durchschnitt rund 200 Euro je Abhebung.

Wir sind also dort, wo unsere Kunden sind. Das sichert, dass man sich kennt und weiß, woran man ist. Deshalb waren es auch unsere Teams in den Bankfilialen, die die Spendenempfänger ausgesucht haben: Es sind ehrenamtlich Tätige, die vor Ort das Leben bereichern und für feste soziale Kontakte sorgen.