Kinokarten statt Kapitalerträge

Ein guter Tausch, wenn man noch die Schulbank drückt wie Elli, Sarah, Annemarie, Hanna und Lukas. Sie waren beim 9. Gothaer Schulenergietag Ende April die Erfolgreichsten bei „Top oder Flop“, dem RaiBa-Brettspiel und bekamen jetzt ihre Preise.

Erfunden haben das Spiel die Azubis des 2. Lehrjahres. Mandy Lehmann, Madeline Kling und Vanessa Hönes belegten beim bundesweiten „easyCredit-Preis für Finanzielle Bildung“ damit vor Kurzem einen 3. Platz. „Top oder Flop“ vermittelt spannend, lehrreich und spielerisch den richtigen Umgang mit Geld.

Für Annemarie war es der Höhepunkt des Tages. Vorm Preis stand nämlich bei ihr ebenfalls wieder der Fleiß: Sie kam vom Gitarren-Unterreicht, den sie seit drei Jahren in der Musikschule Heinze nimmt. Zuletzt hatte sie „SpongeBob Schwammkopf“ in 3D gesehen und freut sich nun aufs nächste Kinoabenteuer.
Auch Lukas trifft man gelegentlich im Cineplex in der Gartenstraße, meist mit seiner Freundin.

Die zehnjährige Sarah darf - wie sonst auch immer - ganz alleine losmarschieren, wenn sie den gewonnenen Gutschein in eine Kinokarte umsetzt. „Sie kann das“, versicherte die Mama und Sarah strahlte vor Stolz über das Lob der Mutter.

Elli ist zwar schon 18 und im letzten Jahr am Ernestinum. Aber die Abiturientin hat offensichtlich ein Faible für recht amüsante, komödiantische Filme: „Ted 2“ hatte sie vor wenigen Tagen mit ihrem Freund gesehen, die Fortsetzung der Geschichte vom sehr ungewöhnlichen Teddybären namens Ted, der raucht, trinkt, flucht. „Das ist deshalb ganz sicher nix für kleine Kinder“, meint sie. Vielleicht wird die Preisübergabe bei Häppchen und Saft für Elli nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie in der Genossenschaftsbank in der Gartenstraße ist. Sie will sich im Sommer für eine Ausbildung als Bankkauffrau bewerben.
 
Für Mandy Lehmann, Madeline Kling und Vanessa Hönes beginnt hingegen demnächst das letzte Lehrjahr. Die drei, die seit ihrem Start 2013 nahezu unzertrennlich sind, haben beste Chancen, danach zum Profi-Team der RaiBa zu gehören.

Und vielleicht wird das irgendwann auch Janine Deckert. Die junge Frau hatte eben gerade ihren Praktikumsvertrag unterschrieben, wird ab September ausprobieren, „ob es passt, so für mich und natürlich auch für die Bank“. Kurzerhand wurde die künftige Mitarbeiterin samt Mutter zum Stehbankett eingeladen.

Es sind vor allem solch kleine Gesten, die ganz viel über das Arbeitsklima in einem Unternehmen sagen.