Beklebt. Beliebt. Bankbus.

Aufmerksamkeit ist die neue Währung. Nicht nur Medienmenschen wissen das. Banker auch. Deshalb lassen sie groß auffahren – gleich drei „Raiffeisenbank“-Busse werden durch den Landkreis chauffiert.

Der jüngste der rollenden Reklameflotte ist ein Mercedes-Benz „Intouro“. Eingesetzt im Linien- und Schülerverkehr und im Nordkreis, führt er die neue Marketingkampagne aus.

Das Konzept „Ihre Direktbank seit 1888“ kommt Kunden und Interessenten der Raiffeisenbank demnächst noch häufiger vor Augen. Dass man den ersten Test und Appetitanreger in XXL gestaltete, war für Grafiker Alexander Lütz von der betreuenden Werbeagentur Kallinich KG aus Erfurt naheliegend: „So kann man auf gar keinen Fall die neue Kampagne  übersehen.“ Klare Sache bei den Traummaßen des „Intouro“ von 12,0 – 2,55 – 3,55; was für Länge, Breite und Höhe in Metern steht.

Für „Lorenz und Sohn“ ist es der zweite Werbe-Kontrakt mit der Gothaer Genossenschaftsbank und läuft fünf Jahre. Das komfortable Transportmittel mit dem Stern auf der Front ist zwischen Mechterstädt und Ballstädt, dem Nessetal und Gotha im Einsatz und hat nicht nur Schüler an Bord. Ganz vorbildlich handelt es sich um einen „behindertengerechten Hochboden-Bus“. Das bedeutet: Der hintere Einstieg hat einen Hublift. So können auch Rollstuhlfahrer problemlos mitfahren – und vor allem alleine rein und raus.

Stammfahrer Jens Schmähling, seit 7 Jahren bei der Warzaer Firma dabei, wird mit dem Mercedes unter den Überlandbussen rund 60.000 km im Jahr abspulen.

Zum auffälligen Sympathieträger und Werbe-Botschafter wurde sein Gefährt durch Nico Salzmann. Seit 17 Jahren klebt er seinen Kunden eine. „Verpackt“ alles Mögliche mit Folien zum Schutz, der Schönheit wegen oder halt für mehr Aufmerksamkeit. Damit verdient er nicht nur Anerkennung, sondern auch sein Geld. Seit November 2014 Chef der eigenen Firma „Nann Design“, hat er schon als Lehrling die ganz großen Dinger gedreht respektive geklebt, Käsbohrer und Neoplan in schicke Schale(n) gehüllt. „Das ist fast kein Unterschied zum PKW-Bekleben“, sagt der Folien-Fachmann. Mittels firmeneigenem Digitaldrucker kommt auf diverse Materialien, was das Kundenherz erfreut. Fünf Jahre Unzertrennlichkeit am Blech sichert Salzmann – so lange hält die „zweite Haut“, was ihr Kleber verspricht.

Aber während Menschen von UV-Licht Farbe bekommen, verlieren die bedruckten Hüllen ihre farbige Botschaft – wird nicht Vorsorge betrieben: Das tut aber „Nann Design“, überzieht die klebenden Kunstwerke mit einem Schutzlaminat.

Neben dem neuen Überlandliner haben „Lorenz und Sohn“ noch eine zweite rollende Plakatwand für die RaiBa im Einsatz.

Das eingangs erwähnte Trio vervollständigt das Gefährt von Jörg Rausch. Der fährt zwar Bus, ist aber kein Busfahrer. Der RaiBa-Mann tourt seit 2008 mit der „rollenden Filiale“ durch den Landkreis. Dieser Zasterlaster macht in Goldbach, Gräfenhain, Hörselgau, Leina, Tüttleben, Grabsleben, Großrettbach, Wölfis, Wandersleben und Warza Station.