„Top oder Flop“ beim Schulenergietag

Zum 9. Mal fand der Schulenergietag in der Staatlichen Gewerblich-Technischen Berufsbildenden Schule Gotha statt, den Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) und Landrat Konrad Gießmann (CDU) eröffneten. Dort stellen Schulen aus Gotha und Landkreis ihr Wissen rund um erneuerbare Energien vor. Biogasanlagen, Solartechnik, Elektromobilität und Windkraft weckten das Interesse der Kinder und Jugendlichen. Zudem präsentierten sich einheimische Unternehmen wie die Raiffeisenbank Gotha eG, die in dem Bereich aktiv sind.

„Das ist hier genau der richtige Ort für die Genossenschaft, Bürgerenergie Gotha eG. Sie besteht seit März 2011 und errichtete bisher 13 Fotovoltaik-Anlagen. Diese liefern 330 kW Strom. Investiert wurden dafür 700.000 Euro“, erläutert Firmenkundenberater Ingo Kästner.

Aber auch die Raiffeisenbank habe die Sonne unter Vertrag genommen: „Seit Mitte 2009 investierten wir rund 4,5 Mio. Euro in 14 Fotovoltaik-Anlagen, sie liefern rund 1,8 MW. Damit lässt sich der Jahresbedarf von etwa 450 Haushalten decken. Mit den ca. 260.000 Quadratmetern Paneelen – das entspricht etwa der Größe von 36 Fußballfeldern – haben wir uns und unserer Umwelt seither rund 26.000 Tonnen CO2 jährlich erspart.“

Dieses Engagement für die Nachhaltigkeit der „Bürgerenergie Gotha eG“ und der Bank wolle man künftigen Azubis und Kunden vorstellen. Ebenso berate man zu Bausparverträgen, „die schon für Kinder abgeschlossen werden können“, so Kästner. Das sichere langfristig das aktuell günstige Zinsniveau für künftige Darlehen. „Und natürlich vermitteln unsere Lehrlinge des zweiten Ausbildungsjahres auch den Umgang mit Geld.“

Dafür waren die drei sympathischen Azubis Mandy, Vanessa und Madeline bestens gerüstet. Madeline Kling ist mit ihren 18 Jahren die Jüngste im Trio und stellt fest: „Ich bin glücklich mit der Entscheidung, der Beruf macht mir großen Spaß. Wir drei Mädels passen richtig gut zusammen und verstehen uns einfach klasse. Außerdem werden wir besonders gefördert, durchlaufen alle Bereiche einer Bank.“
 
Mandy Lehmann und Vanessa Hönes sind 20 Jahre alt. Mandy wollte in der Nähe ihres Elternhauses bleiben, sie genießt die familiäre Atmosphäre in der Bank. Für sie war nach einem Praktikum klar – das ist ihr Traumberuf. Vanessa nutzte den Ausbildungsbeginn, um auf eigenen Beinen zu stehen, die zog alleine von Zella-Mehlis nach Gotha und war sich nach einem sechsmonatigen Praktikum sicher, ihre Ausbildung gefunden zu haben: „Für mich ist hier wirklich alles interessant, der Service, die Beratung und die Möglichkeiten, andere Filialen kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich in zwei Jahren übernommen werde.“
 
Das sympathische Trio hat zudem sein großes Talent als Spieleentwickler bewiesen. Die drei Azubis beschlossen, im Herbst 2014 ein Brettspiel zu entwickeln. Eine Ausbildung bei der Raiffeisenbank Gotha eG lässt eben Raum für so viel Kreativität. Das Spiel „Top oder Flop“ entpuppte sich als Meisterleistung beim Wettbewerb des Fanpreises 2015 von easyCredit – sie kamen unter die drei Favoriten. Nun hoffen alle, am 1. Juni in Nürnberg bei der Verleihung des „easyCredit-Preises für finanzielle Bildung“ mit ihrem Spiel den bundesweiten Sieg zu erzielen. Die Chancen stehen gut.
 
Immerhin war das Spiel auch einer der Publikumsmagnete beim Schulenergietag. 20 Schülerinnen und Schüler stellten sich der Herausforderung. Sie spielten um virtuelles Geld und mussten zahlreiche finanziell wohldurchdachte Entscheidungen treffen, an deren Ende nachgezählt wurde: Wer geschickt investierte und überlegt mit seinem Lohn umging, hatte am Ende viele Tausende Euro Spielgeld in der Tasche.
 
Ein 12-Jähriger Bursche erkundigte sich zwar, ob dies illegales Glücksspiel sei – aber er konnte beruhigt werden. Wer Glück hat, konnte allerdings einen von fünf Kinogutscheinen ergattern. Die glücklichen Gewinner werden übrigens in den nächsten Tag per Post benachrichtigt.